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Förderung

Mehr Chancen für Frauen im Beruf


Mit dem neuen „Kompetenzzentrum Frau und Beruf“ bei der agentur mark bündelt die Region ihre Aktivitäten.

 

Hagen. Mit der offiziellen Eröffnung beim „Zukunftsforum Frauenerwerbstätigkeit“ stellte sich das neue Kompetenzzentrum Frau und Beruf heute der Öffentlichkeit vor.

Oberbürgermeister Jörg Dehm unterstrich in seiner Begrüßungsrede vor 140 Gästen im Sparkassen-Karree die Bedeutung der neuen Einrichtung für die Region. Bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien längst zum echten Standortfaktor geworden. „Deshalb“ so Dehm, „werden wir das Thema künftig als öffentliche Hand gemeinsam mit den Sozialpartnern und den Unternehmen der Region anpacken.“ Gleichzeitig appellierte der Oberbürgermeister an die gemeinsame Verantwortung der Geschlechter. Rollenbilder könnten nur gemeinsam überwunden werden, gleiche Chancen und familienfreundliche Rahmenbedingungen müssten von Frauen und Männern gleichermaßen gestaltet werden, sagte Dehm.

Verena Schäffer, die als Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen die Einrichtung der Kompetenzzentren aktiv begleitet hat, beschrieb in ihrem Beitrag bereits ein konkretes Handlungsfeld. „80 % der jungen Frauen entscheiden sich für nur 25 Berufe, wir müssen also das Berufswahlspektrum von Mädchen deutlich erweitern.“

Ungleichheiten abzubauen und dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen seien die Gründe für die Schaffung der neuen „Kompetenzzentren Frau und Beruf“ in NRW gewesen, erläuterte Dr. Andrea Hellmich vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW. Man könne es sich nicht länger leisten, die Potenziale von Mädchen und Frauen zu vernachlässigen.

Hier neue Wege und Kooperationen anzubahnen ist Aufgabe des neuen Kompetenzzentrums bei der agentur mark. „Gemeinsam ermitteln wir in der Region gerade die konkreten Bedarfslagen, damit wir die passenden Angebote und Projekte entwickeln, um erfolgreich Frauenerwerbstätigkeit zu fördern und die Integration in Arbeit und Ausbildung für Mädchen und Frauen zu verbessern“, so Bettina Schneider, Leiterin des Kompetenzzentrums. Vordringlich sei eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Steigerung der Attraktivität gewerblicher Berufe.

Eine positive Bilanz seiner bisherigen Arbeit zog das Hagener „Netzwerk 4B“ bei dem Zukunftsforum. In Hagen leben derzeit über 4.700 Ein-Eltern-Familien, davon beziehen knapp 2.200 Sozialleistungen. „Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern wollen wir Unterstützungs- und Beratungsangebote für Alleinerziehende bekannter machen und verbessern“, so Projektleiterin Bettina Nehles von der agentur mark. Die Projektpartner, das sind neben der Stadt Hagen und dem Märkischen Arbeitgeberverband das Jobcenter Hagen und andere, haben die bestehenden Angebote für Alleinerziehende zusammengefasst und Betroffene nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt. Gemeinsam wollen die Netzwerkpartner Alleinerziehende durch Hilfen im Alltag, bei der Kinderbetreuung und in beruflichen Fragen unterstützen, damit sie Existenz sichernde Arbeit finden und aufnehmen können.

Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung bezeichnete Prof. Dr. Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin und Familienministerin, in ihrem Gastvortrag die Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Alleinerziehenden. In einer Zeit, in der neue Formen des Zusammenlebens Alltag würden und Familie im Wandel sei, sei es wichtig, niemanden zurück zu lassen. Dies gelte auch besonders für die Kinder von Alleinerziehenden, die die gleichen Chancen verdienten wie andere Kinder.